Regionale Landwirtschaft stärken

Auf kaum ein Thema wird man bei den Abgeordneten – Sprechstunden so oft angesprochen, wie auf die Landwirtschaft. Dabei richtet sich die Kritik allerdings nicht an die Landwirtschaft an sich. Aber Megaställe, Antibiotika – Missbrauch, zu viel Chemie und zu wenig Bienen sowie die Agrogentechnik werden breit abgelehnt.

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Es ist was faul… - in der Agrarpolitik der Bundesregierung

Agrarpolitisches Leitbild der Bundesregierung schürt Konflikte
 
Es läuft einiges schief in den Dörfern und kleinen Städten. Das liegt aus Sicht der LINKEN auch am falschen agrarpolitischen Leitbild der Bundesregierung.
 
Zur Regierungserklärung des neuen Bundesagrarministers Friedrich wurden die Unterschiede klar. DIE LINKE will eine Landwirtschaft, die Menschen und keine globalen Märkte versorgt. In der Realität aber knebelt der sozial und ökologisch blinde Markt viele Landwirtschaftsbetriebe! Wer Mitarbeiter_innen vernünftig bezahlt und die Natur schont riskiert betriebswirtschaftliches Scheitern. Das ist ein Systemfehler und muss behoben werden!

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Grüne Woche: "Mischung aus Volksfest und Politik"

Heute Freitag öffnet die Grüne Woche wieder ihre Tore in den Charlottenburger Messehallen bis zum 26. Januar. Rund 400.000 Menschen schlendern jährlich durch die Messehallen unterm Funkturm. Die Hallen sind gefüllt mit Erzeugnissen der Land- und Lebensmittelwirtschaft, des Garten- und Holzbaus. Sie schlemmen und staunen. Die Grüne Woche ist ein willkommenes erstes Highlight jedes Jahr und der Erlebnisbauernhof zieht besonders viele in seinen Bann. 

Doch die IGW ist nicht nur Volksfest und weltweit größte Agrarmesse, sondern auch ein Markplatz der Informationen und Debatten. Zum Beispiel auf der agrarkritischen Demo „Wir haben es satt“ gleich am Sonnabend. Zum vierten Mal werden wieder Zehntausende durch das Berliner Regierungsviertel ziehen. Dieses Jahr unter anderem gegen das Freihandelsabkommen der EU mit den USA und für gute Arbeit in der Agrarwirtschaft. Zahlreiche Diskussionsveranstaltungen beschäftigen sich mit Problemen der ländlichen Räume, im Agrarhandel oder in der Tierhaltung. Bei einem globalen Forum werden Agrarministerinnen und Agrarminister aus aller Welt über Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung diskutieren. Auch der neue Agrarminister Friedrich hat zum traditionellen Agrarministergipfel eingeladen. 

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Eckpunkte für eine linke Agrarpolitik

Die Probleme durch Hunger, Klimawandel, Umweltzerstörung und die Kapitalisierung der Landwirtschaft sind bekannt. Aber was folgt daraus für eine linke Agrarpolitik?

Sieben Milliarden Menschen benötigen weltweit Zugang zu sauberem Wasser und gesunder Ernährung. Fast eine Milliarde Menschen haben nicht genug zu essen, zwei Milliarden sind fehlernährt. Im Jahr 2050 sollen neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die Herausforderung, sie alle mit Essen zu versorgen, ist enorm. Linke Agrarpolitik muss dafür Sorge tragen, dass die Lebensmittelproduktion oberste Priorität hat. Das bedeutet nicht, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Ebenso wenig bedeutet es, dass die Erträge durch Chemie oder Gentechnik so gesteigert werden, dass weitere Umweltrisiken entstehen. Und es bedeutet auch nicht, eine Agrarproduktion zu befürworten, die Böden, Klima oder die Biodiversität gefährdet. Um eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu sichern, sind Initiativen in vielen Bereichen nötig. Wie das aussehen könnte, hat die Linksfraktion im Bundestag in ihrem PLAN B («Das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau») von Juni 2012 beschrieben. Eines der vier Leitprojekte des sozial-ökologischen Umbaus ist die Landwirtschaft. Unter dem Motto «Vision 2050» formuliert der PLAN B eine Abkehr vom Weltmarkt und eine Hinwendung zum Wochenmarkt. Ernährungssouveränität und das Recht auf Nahrung sollen Leitbilder der internationalen Agrarpolitik werden. Jede Region der Welt soll sich im Wesentlichen selbst ernähren können und nicht über ihre Verhältnisse leben. Das gleiche Recht auf Natur- und Ressourcennutzung, das Hans Thie in seinem Buch «Rotes Grün» beschreibt, ist dafür die Grundvoraussetzung. So einleuchtend dieses globale Recht ist, so wenig hat es jedoch mit der Realität zu tun. Das muss sich ändern.

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